Juan Gris wurde 1887 in Madrid geboren und starb 1927 in Boulogne-sur-Seine in Frankreich. Er war einer der bedeutensten spanischer Maler. Außer Pablo Picasso und Georges Braque ist er einer der Wegbereiter des Kubismus. Juan Gris malte vor Allem Stillleben, in denen er die einzelnen Emente im Gemälde als Collage neben- und übereinander setzte.

Juan Gris war Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns. Er war das dreizehnte von vierzehn Kindern. Schon in seinen ersten Lebensjahren führte ihn sein Onkel in der Technik des Malens ein. 1902 begann Juan Gris sein Studium an der Kunsthochschule „Escuela de Artes y Manufacturas“ in Madrid, bevor er 1904 das Studium abschloss und eine Malerausbildung bei seinem Freund Jose Moreno Carbonero begann. Dieser war auch der Lehrmeister von Salvadore Dali. Schon zu dieser Zeit malte Juan Gris einige Bilder im Jugendstil. Sein Gehalt verdiente sich Juan Gris mit Buchillustrationen zu Gedichten von Jose Santos Chocanos.

1906 zog Juan Gris von Spanien nach Paris. Dort verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Karikaturen für satirische Zeitschriften. Die Ateliers des Bateau-Lavoir, wo Juan Gris später hinzog, waren zu dieser Zeit ein Sammelpunkt für viele junge Maler. Juan Gris traf dort auch Pablo Picasso und Georges Braque. Beide drängten ihn dazu, sich wieder dem Malen zuzuwenden. Picasso und Gris schlossen eine enge Freundschaft und inspirierten sich gegenseitig stark in ihrer malerischen Ausrichtung.

Juan Gris entdeckte hier seine Vorliebe für den Kubismus und malte viel im analytischen Kubismus. Schon 1911 erschienen seine ersten kubistischen Werke, die nur Stillleben zeigen. Iim selben Jahr schloss Juan Gris Freundschaft mit dem Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler, welcher Gris unter Vertrag nahm und ihm so Ausstellungsflächen für seine Gemälde in Museen und Ausstellungen garantierte. 1912 malte Juan Gris sein wohl berühmtestes Gemälde, ein Porträt von Pablo Picasso.

Circa 1913 beginnt Juan Gris’ synthetische Periode. Mit Picasso und Braque erfand er neue Ausdrucksmöglichkeiten und Techniken. Neue Elemente wie Tapeten oder Zeitungspapier fügte Juan Gris in seine Gemälde ein. So enstanden die sogenannten „Papiers collés“, und eine frühe Form des Collage-Verfahrens war geboren. 1914 traf Juan Gris bei einem Aufenthalt in Südfrankreich erstmals auf den Maler und Grafiker Henri Matisse, der seine Maltechnik stark beeinflusste und inspirierte. Amedeo Modigliani malte im Jahr 1915 ein Porträt von Gris.

1925 erkrankte Juan Gris schwer, sein Zustand verschlechtert sich zusehens. Er überlebte zwar noch einige Monate, aber am 11. Mai 1927 starb er in Paris an einer Harnvergiftung.

Gemälde von Juan Gris:

Juan Gris Harlequin with Guitar
Juan Gris: Harlequin with Guitar

Juan Gris Portrait of Josette Gris
Juan Gris: Portrait of Josette Gris

Juan Gris Bottle and Glass
Juan Gris: Bottle and Glass

Juan Gris Still Life with Oil Lamp
Juan Gris: Still Life with Oil Lamp

Juan Gris Guitar on a Table
Juan Gris: Guitar on a Table

Juan Gris Violin and Guitar
Juan Gris: Violin and Guitar

Juan Gris The Guitar
Juan Gris: The Guitar

Aulistung von Werken von Juan Gris:

- Stillleben mit Karaffe
- Stillleben mit einer Gitarre
- Der Raucher
- Die Teetassen
- Das Frühstück
- Stillleben mit Gitarre und Tintenfass
- Die Bordeauxflasche
- Harlekin mit Gitarre
- Mann im Café
- Porträt von Pablo Picasso